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NewsLuxemburg / Köln01.06.2026

RTL Group schließt Erwerb von Sky Deutschland ab

Transaktion unterstreicht strategische Ausrichtung auf inländische Zusammenschlüsse in Europa.

Die RTL Group hat den Abschluss der Transaktion zum Erwerb von Sky Deutschland (DACH) zum 1. Juni 2026 bestätigt. Die Transaktion, die erstmals im Juni 2025 angekündigt worden war, wurde am 22. April 2026 von der Europäischen Kommission ohne Auflagen genehmigt.

Zukunftsfähiges Unterhaltungsunternehmen mit 12,3 Millionen Abonnenten

Die Transaktion vereint zwei der bekanntesten Medienmarken in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) und schafft ein zukunftsfähiges Unterhaltungsunternehmen mit rund 12,3 Millionen zahlenden Abonnentinnen und Abonnenten. Die Zuschauenden profitieren von einem erweiterten Zugang zu Premium-Live-Sport, Unterhaltung und Nachrichten über RTL+, Sky, Wow und die frei empfangbaren Sender von RTL. Die Transaktion soll nach Angaben der RTL Group innerhalb von drei Jahren nach Abschluss jährliche Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro generieren, bei denen es sich überwiegend um Kostensynergien in allen Bereichen handelt.

Die Transaktion unterstreiche die strategische Ausrichtung der RTL Group auf inländische Zusammenschlüsse in Europa, teilt die Unternehmensgruppe mit. Ziel sei es, lokale Medienunternehmen im Wettbewerb mit globalen Streamingdiensten nachhaltig zu stärken.

Die RTL Group kündigt an, im August zusammen mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen einen aktualisierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 vorzulegen. Dieser werde erstmals die vollständige Konsolidierung von Sky Deutschland für den Zeitraum von Juni bis Dezember 2026 berücksichtigen.

Eckpunkte der vereinbarten Transaktion

Zum Abschluss der Transaktion hat die RTL Group die Sky-Geschäfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollständig übernommen, einschließlich der Kundenbeziehungen in Luxemburg, Liechtenstein und Südtirol, auf einer bargeld- und schuldenfreien Basis.

Zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion betrug die geleistete Barzahlung an Comcast, der Muttergesellschaft von Sky, 68 Millionen Euro. Gegenüber den zuvor kommunizierten 150 Millionen Euro wurden dabei marktübliche Anpassungen des Nettoumlaufvermögens sowie schuldähnlicher Positionen berücksichtigt, entsprechend der bargeld- und schuldenfreien Struktur der Transaktion. Die endgültige Höhe der Barzahlung unterliege weiterhin den üblichen Anpassungen nach Vollzug der Transaktion, teilt die RTL Group mit.

Darüber hinaus beinhaltet die Transaktion, wie bereits im Juni 2025 kommuniziert, eine variable Earn-Out-Zahlung, die an die Kursentwicklung der RTL-Group-Aktie gekoppelt ist. Die Earn-Out-Zahlung kann von Comcast jederzeit innerhalb von fünf Jahren nach Abschluss der Transaktion ausgelöst werden, sofern der Aktienkurs der RTL Group 36,26 Euro übersteigt (entsprechend dem ursprünglich mitgeteilten Schwellenwert von 41,00 Euro, bereinigt um die im Mai 2026 im Zusammenhang mit dem Verkauf von RTL Nederland gezahlte Dividende in Höhe von 4,74 Euro). Die variable Earn-Out-Zahlung ist auf insgesamt 377 Millionen Euro begrenzt. Die RTL Group hat die Option, die potenzielle Earn-Out-Zahlung in RTL-Group-Aktien, in bar oder in einer Kombination aus bar und RTL-Group-Aktien zu leisten.

Die RTL Group hat bereits rund 3,75 Millionen eigene Aktien zurückgekauft, um in der Lage zu sein, die variable Earn-Out-Zahlung ganz oder teilweise in Aktien zu begleichen. Am 13. Mai 2026 setzte die RTL Group ihren Aktienrückkauf im Rahmen von Transaktionen am freien Markt um ein zusätzliches Volumen von rund 0,5 Millionen Aktien fort.

Kontakt

Portrait Oliver Fahlbusch

Oliver Fahlbusch

RTL Group, Executive Vice President Communications & Investor Relations, Chairman Corporate Responsibility