Der Krieg in der Ukraine nimmt an Intensität zu. Große Teile der Bevölkerung leiden unter den Angriffen der russischen Armee, Hunderttausende sind auf der Flucht. „Wir sind betroffen und erschüttert angesichts des menschlichen Leids, das die russische Invasion in die Ukraine ausgelöst hat“, sagt der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe. Bertelsmann unterstütze die von zahlreichen Ländern gegen Russland verhängten Sanktionen. „Das ist der Preis, den wir zahlen müssen, wenn man sieht, was auf dem Spiel steht, nämlich die Friedensordnung, Demokratie und Freiheit in Europa“, bekräftigt Rabe. Denn auch Bertelsmann ist von diesen Sanktionen betroffen: Arvato Supply Chain Solutions beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im russischen Jaroslawl. Sie erbringen dort Distributionsdienstleistungen für internationale Auftraggeber unter anderem aus der Fashion-Branche. Hinzu kommt eine Druckerei am gleichen Standort mit weiteren 200 Mitarbeitern. Der Beitrag zum Gesamtumsatz von Bertelsmann ist vergleichsweise gering. Weitere Bertelsmann-Geschäfte in Russland gibt es heute nicht mehr; das Verlagshaus G+J hatte seine russische Tochter 2009 an Axel Springer verkauft, und die RTL Group trennte sich 2013 von ihrem Anteil am russischen Medienunternehmen National Media Group. In der Ukraine war Bertelsmann bis 2017 mit dem Buchclub FLC vertreten, der dann verkauft wurde. Thomas Rabe weist auf das vielfältige Engagement im Unternehmen hin, in den eigenen Medien so umfassend und offen wie möglich über den Krieg zu berichten – oder auch mit vielen kleineren Aktionen den betroffenen Menschen in der Krisenregion zu helfen.
Interesse der Zuschauer:innen ungebrochen
Seit Beginn der russischen Invasion berichten Nachrichtenteams der RTL Group unter anderem von RTL Deutschland, RTL Nederland und RTL Kroatien über den Krieg in der Ukraine und versorgen mit ihren Live-Nachrichten und unter hohem persönlichen Risiko Millionen Menschen in Europa mit Informationen über den Krieg. Das Interesse der Zuschauerinnen und Zuschauer ist ungebrochen. Unter anderem in Deutschland beschäftigten sich allein am Wochenende RTL und NTV mehr als 25 Stunden lang mit der Situation in der Ukraine. Seit Mitte vergangener Woche sind, wie Stephan Schäfer, Co-CEO von RTL Deutschland betonte, mehrere hundert Kolleginnen und Kollegen aus den Redaktionen und aus dem Sendebetrieb „mehr oder weniger im Dauereinsatz“. NTV berichtet rund um die Uhr im Breaking-News-Modus. Auch das Magazin „Stern“ wird sein Heft am Donnerstag mit vielen Seiten zur Ukraine füllen. RTL, NTV und „Stern“ berichten zudem stets aktuell auf ihren Newswebsites. RTL änderte am Dienstag erneut sein Abendprogramm für ein „RTL Aktuell Spezial“ um 20.15 Uhr, das insgesamt 2,3 Millionen Meschen einschalteten. In den Zielgruppen lagen die Marktanteile bei 13,1 Prozent (14- bis 49-Jährige) beziehungsweise 11,1 Prozent (14- bis 59-Jährige). Die reguläre Ausgabe der RTL-Hauptnachrichten um 18.45 Uhr erreichte am Dienstag insgesamt 4,01 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und einen Gesamtmarktanteil von 17 Prozent. Auch in den Zielgruppen punktete „RTL Aktuell“ mit 21,9 Prozent (14 bis 49 Jahre) und 21,6 Prozent (14 bis 59 Jahre). Beim Nachrichtensender NTV informierten sich am Dienstag insgesamt 7,77 Millionen Menschen über das aktuelle Geschehen und sorgten für Tagesmarktanteile von 3,0 Prozent (bei allen Zuschauerinnen und Zuschauern über drei Jahren) beziehungsweise von 4,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 3,8 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen.In Frankreich berichten neben Sondersendungen die Hauptnachrichten von M6 und RTL Radio quasi rund um die Uhr über den Ukraine-Krieg. Gleich am 24. Februar, dem Tag des russischen Angriffs, brachte M6 ein Special des Mittagsmagazins „Le 12.45“ mit Berichten der Kriegsreporter aus der Ukraine, Reaktionen aus der ukrainischen Gemeinde in Frankreich und Analysen zur Strategie Putins. Am Abend verzeichnete das Nachrichtenmagazin „Le 19.45“ die höchsten Zuschauerwerte beim Gesamtpublikum. In der Zielgruppe war es außerdem die meistgesehene Nachrichtensendung im französischen TV an diesem Tag. Über die Woche betrachtet, lag der Marktanteil für „Le 19.45“ bei durchschnittlich 23 Prozent in der Zielgruppe. Am 27. Februar gaben M6 und RTL Radio gemeinsam eine Umfrage in Auftrag, die ergab, dass sich 79 Prozent der Franzosen für die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge in Frankreich aussprechen.
Unterstützung direkt vor Ort
Die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ und die „Stiftung Stern – Hilfe für Menschen“ haben in Deutschland dazu aufgerufen, den Menschen in den von Krieg und Gewalt betroffenen Gebieten in der Ukraine zu helfen. Allein die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ meldete bis zum Mittwoch einen Spendeneingang von mehr als 6,3 Millionen Euro. Die Stiftung hilft direkt und unkompliziert mit Geldern vor Ort, die Partner im Kriegsgebiet sind in der Ukraine aktiv. Dazu zählen unter anderem UNICEF, die SOS-Kinderdörfer, das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk Action Medeor, Caritas International, die UNO-Flüchtlingshilfe und der Malteser-Hilfsdienst. Sie kümmern sich unter anderem um weitere Evakuierungen von Kindern und deren Familien aus den Kriegsgebieten, den Transport von sauberem Trinkwasser, die Verteilung von warmen Mahlzeiten aus Feldküchen und die medizinische Versorgung, die Bereitstellung von Gesundheits-, Hygiene- und Notfallschulungsmaterial sowie um die Nutzung von Notunterkünften und Waschmöglichkeiten. Bemerkenswert: Der bei den Sendern von RTL Deutschland rund um die Uhr immer wieder ausgestrahlte Werbespot für die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ zählte am Dienstag zu den am häufigsten gesehenen im deutschen Fernsehen. Nach Angaben des Branchendienstes „DWDL“ ging der 30-sekündige Spot, in dem die Zuschauer:innen zu Spenden für die notleidenden Menschen in der Ukraine aufgerufen werden, 30-mal auf Sendung und war der fünftmeistgesehene Spot des Tages.Viele Bertelsmann-Unternehmen haben bereits eigene Spenden- oder Hilfsinitiativen für die Opfer des Krieges in der Ukraine gestartet, andere planen solche Aktionen. Unter anderem spendet Penguin Random House angesichts der humanitären Katastrophe an den Ukraine Crisis Fund seines langjährigen Partners Save the Children. Der STC Ukraine Crisis Fund hilft Millionen von Kindern und ihren Familien mit Soforthilfe für den Wiederaufbau, Nahrungsmitteln, Wasser, Hygiene-Kits, psychosozialer Unterstützung und Bargeld. Seit 2014 ist STC bereits in der Ukraine aktiv. Der Schwerpunkt der aktuellen Arbeit soll zunächst dort liegen, wo STC und seine Partner tätig sind, also derzeit in Kiew sowie in Donezk, Slowjansk, Dnipro und Charkiw in der Ostukraine. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Penguin Random House in den USA können sich aber auch selbst mit einer Spende einbringen, die Penguin Random House über sein Matching Gifts Program in Höhe von bis zu 2.500 US-Dollar verdoppelt. Darüber hinaus will Penguin Random House alle offenen Rechnungen ukrainischer Buchhändler auf deren Wunsch hin aussetzen.