„Der Umgang mit seinem Leben ist wie der Versuch, Notizen zu machen, während man aus einem Feuerwehrschlauch trinkt.“ So beschrieb der Autor Walter Isaacson im vergangenen Jahr in einem Interview mit der „New York Times“ seine Arbeit an einer Biografie des Selfmade-Milliardärs und Tesla-Gründers Elon Musk. Dabei hat Isaacson viel Erfahrung mit diesem Genre, vor allem mit seiner Biografie über den Apple-Gründer Steve Jobs wurde er weltweit bekannt. Jetzt hat Isaacson sein Werk mit dem Titel „Elon Musk“ fertiggestellt; es wird ab dem 12. September in zunächst 28 Ländern erscheinen. Die deutschsprachigen Rechte sicherte sich C. Bertelsmann, ein Verlag der Penguin Random House Verlagsgruppe. In der spanischsprachigen Welt wird die Penguin Random House Grupo Editorial, genauer gesagt der Verlag Debate, die Biografie am 14. September veröffentlichen.
Die Biografie „Elon Musk“, so der Verlag, sei „die erstaunlich intime Geschichte des faszinierendsten und umstrittensten Innovators der Welt, eines Visionärs, der alle Grenzen gesprengt und die Welt in das Zeitalter der Elektrofahrzeuge, der privaten Weltraumforschung und der künstlichen Intelligenz geführt hat“. Und natürlich werde es auch um den Kauf von Twitter gehen. Zwei Jahre lang begleitete Isaacson Musk, nahm an seinen Sitzungen teil, besichtigte gemeinsam mit ihm seine Fabriken und verbrachte Stunden mit Interviews mit ihm, seiner Familie, seinen Freunden, Kollegen und auch mit seinen Gegnern. Das Ergebnis ist ein intimer und aufschlussreicher Bericht voller bemerkenswerter Geschichten, Triumphe und Brüche, der die Frage aufwirft: Sind die Dämonen, die Musk antreiben, auch das, was es braucht, um Innovation und Fortschritt voranzutreiben?
Als Kind wurde Elon Musk auf den Spielplätzen Südafrikas regelmäßig von jugendlichen Schlägern verprügelt. Einer dieser Vorfälle, bei dem er eine Betontreppe hinuntergestoßen und sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit mit Tritten bearbeitet wurde, brachte ihn für eine Woche ins Krankenhaus. Seine körperlichen Verletzungen aber waren gering im Vergleich zu den emotionalen, die ihm sein Vater zufügte, ein so unzuverlässiger wie charismatischer Fantast und Ingenieur. Als Elon aus dem Krankenhaus nach Hause kam, wurde er von seinem Vater beschimpft. „Ich musste eine Stunde lang dastehen, während er mich anschrie, mich einen Idioten nannte und mir sagte, dass ich einfach wertlos sei.“
Der Einfluss des Vaters auf seine Psyche sollte ihn sein Leben lang prägen. Musk entwickelte sich zu einem abgebrühten, aber auch verletzlichen und teils kindischen Mann mit extrem hoher Risikotoleranz, einem Verlangen nach Drama, einem epischen Sendungsbewusstsein und einer manischen Intensität, die ihn gefühllos und manchmal destruktiv werden ließ. Anfang 2022 – nach einem Jahr, in dem SpaceX einunddreißig Satellitenstarts durchführte, Tesla eine Million Autos verkaufte und er der reichste Mann der Welt wurde – sprach Musk reumütig über seinen Hang zum Drama. „Ich muss mein Mindset vom Krisenmodus lösen, in dem es sich seit gut vierzehn Jahren, eigentlich den größten Teil meines Lebens, befindet“, sagte er. Darin schwang mehr Wehmut als ein tatsächlicher Vorsatz mit – noch während er dieses Versprechen abgab, kaufte er heimlich Aktien von Twitter. In seinen dunkelsten Stunden sollte er sich noch über Jahre daran erinnern, wie er auf dem Spielplatz gepeinigt wurde. Jetzt aber bot sich ihm die Gelegenheit, den ultimativen Spielplatz der Welt zu besitzen.
Walter Isaacson hat als Autor Biografien über Jennifer Doudna, Leonardo da Vinci, Steve Jobs, Benjamin Franklin und Albert Einstein verfasst. Er ist ehemaliger CEO des Aspen Institute, ehemaliger Präsident von CNN und ehemaliger Herausgeber von „Time“. Derzeit ist er Professor für Geschichte an der Tulane University. Im Jahr 2023 wurde ihm die National Humanities Medal verliehen.
NewsBarcelona–25.05.2023
Penguin Random House sichert sich „Elon Musk“ von Walter Isaacson
Am 12. September erscheint weltweit „Elon Musk", eine neue Biografie des Selfmade-Milliardärs und Tesla-Gründers, geschrieben von dem bekannten Autor Walter Isaacson. Die deutschsprachige Ausgabe erscheint bei C. Bertelsmann, die spanischsprachige zwei Tage später bei Debate. Isaacson hat Elon Musk zwei Jahre lang immer wieder begleitet und mit ihm und seinem Umfeld gesprochen.