Seit 2020 unterstützt die von Penguin Random House UK und dem Runnymede Trust ins Leben gerufene Kampagne „Lit in Colour“ britische Schulen dabei, den Lehrplan für englische Literatur inklusiver zu gestalten, indem bei der Auswahl der Bücher Wert auf eine größere ethnische Vielfalt der Autorinnen und Autoren gelegt wird. Runnymede ist ein Think Tank, der sich mit dem Thema ethnische Gleichberechtigung befasst. Ein neuer Bericht der Partner gibt nun Auskunft über die Wirkung der Kampagne seit ihrem Start vor fünf Jahren und ruft gleichzeitig dazu auf, den Fortschritt zu beschleunigen und mehr Schülern die Möglichkeit zu geben, Bücher von „Authors of colour“ zu lesen.
Mehr Tempo gefordert
Dem Bericht zufolge hat sich der Anteil britischer Schülerinnen und Schüler, die Bücher von Authors of Colour lesen, in den vergangenen fünf Jahren von 0,7 auf 1,9 Prozent erhöht. Der Mangel an Zeit, Geld, Fachwissen und Selbstvertrauen der Lehrenden, so der Bericht, würde weiterhin die Mehrheit der Schulen in England davon abhalten, solche Texte verstärkt im Unterricht einzusetzen. Bei diesem Tempo werde es noch zwei Jahrzehnte dauern, bis auch nur jeder zehnte Schüler ein Buch eines Authors of Colour liest. Der Bericht fordert daher die britische Regierung und die Akteure aus dem Bildungs- und Verlagswesen zu mehr Zusammenarbeit auf, um sicherzustellen, dass alle britischen Schüler die Möglichkeit haben, eine Vielzahl unterschiedlicher Bücher zu lesen und sich selbst, ihre Gemeinschaften und letztlich das moderne Großbritannien darin widergespiegelt zu sehen.