Im Corona-Jahr 2020 hat Bertelsmann mit dem digitalen Kultursommer Kulturschaffenden eine virtuelle Bühne geboten. Konzert-Streamings, die digitalen UFA Filmnächte und Live-Übertragungen vom Blauen Sofa brachten es zusammen auf mehr als 400.000 Abrufe. Besonders beliebt waren interaktive Formate wie Publikums-Chats mit Autorinnen und Autoren zur Frankfurter Buchmesse.
Bertelsmann zieht eine positive Bilanz seines digitalen Kultursommers, der im Corona-Jahr 2020 Tausende Menschen mit Konzert-Streamings, einem digitalen Stummfilmfestival und live übertragenen Autoren-Talks anzog. Beliebt waren vor allem hybride und interaktive Formate wie Gespräche auf dem Blauen Sofa oder Publikums-Chats, die Bertelsmann während der Frankfurter Buchmesse mit bekannten Autorinnen und Autoren auf Facebook organisierte. Insgesamt erzielte der Kultursommer von Bertelsmann auf eigenen und Partnerkanälen eine Reichweite von mehr als 400.000 Impressionen.
„Bertelsmann ist ein lebendiger Teil der Kreativwirtschaft, eine Heimat für Kreative und ein verlässlicher Partner im Kulturbetrieb“, sagt Karin Schlautmann, Leiterin der Bertelsmann-Unternehmenskommunikation. „Es war uns wichtig, mit dem digitalen Kultursommer gerade in Zeiten Corona-bedingter Härten Präsenz zu zeigen. Mit unserer Initiative haben wir dem europäischen Musik- und Filmerbe, aber auch der Literatur und ihren Akteuren eine Bühne bereitet und zugleich ein breites Publikum erfreut. Unsere Botschaft ist klar: Wir stehen zu Kreativen und unseren Kulturpartnern, auch in schwierigen Zeiten.“ Bertelsmann werde seine Kulturformate unter der Dachmarke Culture@Bertelsmann auch weiterhin online erlebbar machen und um Präsenzveranstaltungen ergänzen, sobald dies wieder möglich sei, betonte Schlautmann.
Den Anfang der digitalen Culture@Bertelsmann-Reihe machten im Juni und Juli Online-Aktivitäten des konzerneigenen Ricordi-Archivs in Mailand, in dem Schätze aus 200 Jahren italienischer Operngeschichte lagern. Neben Live-Mitschnitten seltener Opern, die Bertelsmann zusammen mit der Berliner Operngruppe im Konzerthaus Berlin präsentiert hatte, erzielte vor allem ein Crowdsourcing-Projekt große Resonanz: Rund 3.500 meist handschriftlich verfasste historische Geschäftsbriefe der Casa Ricordi wurden nach einem Aufruf des Archivs bereits von Musikliebhabern aus aller Welt transkribiert, um sie der Musikforschung zu erschließen.
Der August stand ganz im Zeichen des Stummfilmfestivals „UFA Filmnächte“, das aus gegebenem Anlass ausschließlich im Netz stattfand, statt wie sonst unter freiem Himmel auf der Berliner Museumsinsel. Per Livestream wurden Fritz Langs technisch weitsichtiges Meisterwerk „Frau im Mond“ (1929), der halbdokumentarische Stummfilm „Menschen am Sonntag“ von Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer und Billy Wilder (1929/1930) und Lotte Reinigers „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ (1926) gezeigt, der erste abendfüllende Animationsfilm der Geschichte. Die Musik zu den Filmen steuerten Star-DJ Jeff Mills, der Chill-out-Pionier Raphaël Marionneau und das Ensemble Trioglyzerin bei. Für die digitalen UFA Filmnächte interessierten sich im Netz fast 15.000 Stummfilmfans.
Im Buchmesse-Monat Oktober drehte sich schließlich alles um Literatur und das Blaue Sofa: Die Partner Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat bauten das bekannteste Möbel des deutschen Literaturbetriebs parallel zur digitalen Frankfurter Buchmesse kurzerhand in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz auf. Mit einem neuen hybriden Konzept empfingen sie dort unter Wahrung strenger Hygienevorschriften mehr als 60 Autorinnen und Autoren, die auf #DasBlaueSofaDigital ihre aktuellen Bücher vorstellten. Die Gespräche wurden drei Tage lang vom ZDF jeweils live übertragen und sind noch immer unter zdfkultur.de und das-blaue-sofa.de abrufbar. Sie wurden im Netz bisher fast 250.000-mal aufgerufen. Die beteiligten Verlage zogen ein durchweg positives Fazit. „Das diesjährige ‚Blaue Sofa‘ war wie eine Frankfurter Buchmesse im Kleinformat“, fasste ein Vertreter des Siedler-Verlags die Stimmung zusammen.
Etliche Blaue-Sofa-Gäste wechselten nach den Talks noch auf den Facebook-Kanal von Bertelsmann und stellten sich dort Fragen aus dem Publikum, so etwa Christian Berkel, Campino, Richard David Precht, Düzen Tekkal und die diesjährige Buchpreisträgerin Anne Weber. Für die Autorinnen und Autoren war dies eine willkommene Gelegenheit, persönlich mit ihren Fans in Kontakt zu treten. „Ein sehr gutes Format, das trifft einen Nerv“, freute sich Christian Berkel, der sein Buch „Ada“ präsentiert hatte. „Ich fand es ganz toll, mit den Zuschauern reden zu können“, ergänzte er. Für Düzen Tekkal, Autorin von „#GermanDream“, war das Social-Media-Format „intensiv und emotional“.
Bertelsmann verzeichnete allein auf Facebook gut 42.000 Impressionen zum Blauen Sofa. Mehr als 43.000 Impressionen zählte zudem der eigene Instagram-Account des Blauen Sofas. Dort waren ab September Antworten von rund 200 Autorinnen und Autoren gepostet worden, die Bertelsmann zu ihren Büchern und Messeerwartungen befragt hatte.
Informationen zum digitalen Kultursommer können auf der Bertelsmann-Website www.bertelsmann.de/culturedigital abgerufen werden. In den sozialen Medien sind die Kulturaktionen vor allem auf www.facebook.com/Bertelsmann sowie unter den Hashtags #BertelsmannCultureDigital und #DasBlaueSofaDigital zu finden.
Bertelsmann engagiert sich schon lange auf vielfältige Weise im kulturellen Bereich, national wie international. Die Culture@Bertelsmann-Aktivitäten umfassen dabei Ausstellungen, Lesungen und Konzerte, das gemeinsam mit Partnern geschaffene Literaturformat „Das Blaue Sofa“ sowie den Einsatz für den Erhalt des europäischen Kulturerbes.